manchmal frage ich mich wirklich, ob ich diesen blog nicht einfach schließen sollte. ich schreibe ja viel zu selten rein - und im grunde interessiert das ja eh kaum einen menschen. allzu privat will ich ja auch nicht werden und über mich kann man hier eigentlich kaum etwas erfahren.
ob sich das ausgerechnet jetzt ändern wird, wo ich mich immer mehr mit dem thema fotografie auseinanderzusetzen beginne und zudem noch ein studium aufgenommen habe, das ist wirklich fraglich.
aber übers fotografieren würde ich schon gern etwas erzählen, denn ich habe mir eine linhof technika geleistet, meine traumkamera von anfang an, seit ich vor drei jahren mit der fotografiererei begonnen habe. - und nun warte ich noch sehnsüchtig auf das passende objektiv, das gerade auf dem weg zu mir ist.
vielen dank für ein jahr zusammenarbeit, für dieses wunderschöne buch, die schönen bilder und die persönliche widmung.
so sind also nun texte von mir auf papier gedruckt worden und dürfen neben deinen bildern in einer ausstellung hängen. ist schon ein gutes gefühl, das muss ich zugeben. vielleicht werde ich mich in zukunft bemühen, das ein oder andere meiner werklis auch zu papier bringen zu lassen. obwohl es mir ja im grunde reicht, ein online-schreiberling zu sein.
Vor zwei Wochen hatte ich Geburtstag - und da ich im Familien- und im Freundeskreis nicht der/die einzige Apriliant/in bin, war einfach zuviel los um Gedanken nachzuhängen. So nutze ich das schöne Wetter um mich mit Laptop auf der Terrasse herumzulümmeln um das nachzuholen.
Zu der Zahl, die ich anzugeben habe, wenn man mich nach meinem Alter fragt, fehlt mir noch der Bezug. Was heißt "noch", vermutlich ist ein Jahr zu kurz um ihn herzustellen.
Naja, ich könnte ja behaupten, ich sei einunddreißig, bei gutem Willen und guter Beleuchtung und einem tiefen Griff in den Schminktiegel, könnte das vielleicht ein Weilchen funktionieren, ohne dass gleich jeder, dem ich diesen Bären aufzubinden versuche, gleich am Boden liegt - und das nicht etwa, weil der Bär zu schwer wäre, sondern weil er sich vor Lachen nicht mehr halten könnte...
Es ist schon komisch genug, diese vier als Frontzahl zu haben, aber dass mich die zweite Zahl schon bald zur Mittvierzigerin machen wird, das ist schon irgendwie gruselig. Schließlich weiß ich noch ganz genau, was ich noch vor zehn Jahren über diese Bevölkerungsgruppe geäußert habe...
Als ich ein Teenager war, da glaubte ich sogar, dass es am Besten sei, mit neununddreißig zu sterben. Weil man ja gehen sollte, wenn es am Schönsten ist, aber in jeden Fall, bevor es zum Sterben fade wird.
Und als ich in die erste Klasse ging, war meine Mutter eine Mittvierzigerin - und sie kam mir sooo! schrecklich alt vor. Als ich eines Tages von der Schule kam, sagte ich zu ihr, dass die anderen Mütter aussähen wie B. (meine älteste Schwester) und ihre Omas ungefähr so wie sie.
(Jaja, ich kann verdammt charmant sein, wenn ich es drauf anlege... )
Nun bin ich bald selbst an diesem Punkt. Mit dem Unterschied, dass ich bereits tatsächlich eine Oma bin und in drei Jahren die Oma eines Schulkindes sein werde. Das fühlt sich ziemlich seltsam an und hat doch viel Komik.
Weil sich aber die Zeiten geändert haben, hält mich niemand für die Großmutter. Und so macht es mir schon auch Spaß die Leute, die mich für die Mutter meiner Enkelinnen halten, darüber aufzuklären, dass ich die Großmutter bin. Man kann sich ja an ziemlich alles gewöhnen, auch daran, dass man Oma genannt wird. (Der Opa tut sich schwerer damit, seinen neuen Rufnamen mit Freude und Würde anzunehmen. )
Tja, aber obwohl ich eine "alte Kuh" bin, fühle ich mich gar nicht so. Man sagt ja, dass man so alt sei, wie man sich fühle, - doch das halte ich für Blödsinn. Man ist so alt wie man ist. Puntkum. - Sonst schwankte ja mein Alter z.B. ständig zwischen zwölf und achtzig und das tut es ja nicht. In diesem Lebensjahr bin ich durchgängig 42, egal ob ich mich königlich über eine Albernheit amüsiere oder mir das Kreuz wehtut und die Beine klappern, oder wenn es einem eben so geht, wie es Zweiundvierzigjährigen eben so geht.
Wie geht es denen denn eigentlich, bzw. wie hat es mir im Mittel zu gehen?
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Wahrscheinlich ist es sowieso völlig sinnlos sich über Zahlen Gedanken zu machen. Ich fühle mich besser denn je - und dass man auch noch rocken kann, wenn man uralt ist, beweist dieser Herr: